Das Leben eines Backstagehundes

Weißer Schweizer Schäferhund Langhaar

 

SAMBA BACKSTAGEDOG

  • Name: Samba
  • Geburtstag: 11.10.2018
  • Rasse: Weißer Schweizer Schäferhund
  • Zucht: The Breeze of Winter
  • Lieblingsbeschäftigung: Rennen, Spielen und Fressen
  • beste Eigenschaft: freundlich und aufgeweckt
  • schlechteste Eigenschaft: ungeduldig und schnell aufgeregt

 

Seit Dezember 2018 ist mitossi um ein Mitglied reicher. Seitdem begleitet uns eine flauschige Vierbeinerin auf (fast) all’ unsere kleinen und großen Veranstaltungen. Klar, wann immer wir sie zuhause lassen können, tun wir das. Aber das ist leider nicht immer möglich, denn ein Auftrittstag kann bei uns auch gut und gerne mal 12 Stunden lang sein – und so lange sollte man seine Fellnase natürlich nicht allein lassen.

Aber wie ist das nun so für den Backstagehund? Wo ist er während wir auf der Bühne Gas geben?

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. im Auto. Wir haben eine schöne und geräumige Box in unserem Auto integriert, welche ihr als Rückzugsort dient. Glücklicherweise fährt Samba sehr gerne mit dem Auto und ist die Box schon lange gewöhnt. Das Warten darin macht ihr somit nichts aus. Da es vor und/ oder nach dem Auftritt eine schöne, große Freilaufrunde gibt, ist es für sie auch gar nicht schlimm ein paar Stunden in der Box zu ruhen.

  2. Im Backstage. Wenn es draußen (und im Auto!) viel zu warm ist, dann kommt sie mit in unseren Backstagebereich. Da wir uns vor unseren Auftritten sowieso schminken, umziehen und verkabeln müssen, gehört ein Backstageraum für uns zu den Vertragskonditionen. Für Samba haben wir eine portable Faltbox, in der sie sich zurückziehen kann. Auch das ist sie von Welpe an gewöhnt. Dort wartet sie dann geduldig bis unsere Show vorbei ist.

  3. Hinter der Bühne. Ja, auch das ist mancherorts möglich. Wenn wir z.B. auf Stadtfesten oder Festivals unterwegs sind und es keinen Backstagebereich gibt, dieser zu weit von der Bühne entfernt ist oder es ein Gemeinschaftsraum ist, dann nehmen wir Samba mit auf die Bühne. In ihrer Faltbox hat sie dann hinter den Kulissen ihre Ruhe und ist trotzdem in unserer Nähe.

    Glücklicherweise hält sie dort auch Ruhe und stört unsere Auftritte nicht.

Warum lassen wir sie nicht in einem Gemeinschaftsraum mit anderen Künstlern?

Ganz einfach: wir wollen nicht, dass sie sich vor den Fremden erschreckt. Wenn man selbst nicht vor Ort ist, dann kann man nicht eingreifen, falls der Hund sich ängstlich verhält oder mal ins Bellen verfällt.

Grundsätzlich ist unsere Samba eine sehr liebe Hündin, aber trotzdem ist sie Fremden gegenüber reserviert. Da kann schon mal der ein oder andere erstmal verbellt werden – und da sie als Schäferhündin nicht gerade zu den kleinen Rassen gehört, kann das auch mal sehr bedrohlich klingen. Das Letzte was wir möchten ist, dass sie Angst bekommt oder andere Leute im Raum vor ihr Angst haben.

Wie kommt ein Künstlerhund mit dem ganzen Veranstaltungstrubel zurecht?

Veranstaltungen sind immer ganz schön aufregend für eine Fellnase. Neue Orte, neue Gerüche, viele Menschen – da kann man schon nervös werden. Umso wichtiger ist es seine festen Rituale zu haben und einen bekannten Rückzugsort, an dem es ruhig ist. So lange das gegeben ist, muss man sich keine Sorgen machen. Nach einem solchen Veranstaltungstag ist dann einfach chillen angesagt. Das machen wir ja dann auch.

Bekommt man den Hund während der Veranstaltung mal zu Gesicht?

In der Regel eigentlich nicht. Da wir grundsätzlich immer mit dem PKW anreisen, ist sie ja erstmal in ihrer Box. Das ist auch gut so – denn dann kann sie sich erstmal in Ruhe an den neuen Ort gewöhnen und die Umgebung aus sicherer Entfernung erschnüffeln, während wir uns um das Ausladen und Aufbauen kümmern.

Bei längeren Veranstaltungen kann es schon mal vorkommen, dass wir sie kurz zum Pipimachen aus dem Auto holen. Wenn es im Auto zu warm ist, dann hält sie sich im Backstage auf.

Wenn überhaupt, dann wird man sie höchstens vor oder nach der Veranstaltung kurz zu Gesicht bekommen.

Kann man den Hund mal sehen oder streicheln?

Diese Frage bekommen wir in der letzten Zeit sehr oft zu hören. Gerade von Kindern werden wir oft auf unseren Hund angesprochen und gefragt ob wir ihn mal auf die Bühne holen können.

Natürlich finden wir das süß und es fällt uns schwer ihnen diesen Wunsch abzuschlagen. Doch darf man nie vergessen, dass im Umgang mit einem Tier immer Vorsicht geboten ist. Auch der liebste Hund ist ein Tier mit eigenen Emotionen und Ausdrucksweisen. Und auch wenn Samba sehr süß und flauschig ausschaut und wir sehr gut verstehen können, dass man sie am liebsten durchwuscheln möchte, gilt es zu berücksichtigen, dass sie das z.B. nicht mag. Sie ist ja schließlich ein Lebewesen und kein Kuscheltier, was sich von jedem anfassen lassen möchte. Darüber hinaus machen gerade Kinder oft schnelle, unvorhersehbare Bewegungen und auf diese Reize reagiert ein Hund nun mal auch sehr unterschiedlich. Aktuell stressen Menschenansammlungen unsere Hündin noch und der Trubel lässt sie selbst hochfahren. Daher versuchen wir es für sie so ruhig wie möglich zu gestalten und halten sie eher im Hintergrund.

Sie ist aber noch jung und wir üben regelmäßig den Umgang mit anderen Menschen und Kindern, so dass wir vielleicht irgendwann soweit sind, dass wir sie zumindest kurz als Überraschungsgast am Ende von ausgewählten Vorstellungen präsentieren können. Das würde sicher den ein oder anderen in unserem Publikum noch zusätzlich freuen. Hunde erfreuen schließlich die meisten Menschen. Aber keine Sorge, wir sprechen natürlich immer mit dem Veranstalter ab ob das in Ordnung ist.

Wo kann ich mehr Bilder von der Fellnase sehen? 

Samba hat einen eigenen Instagram Account, auf dem man ihre Abenteuer verfolgen kann.

Schaut einfach hier: @samba.backstagedog

Maria / 01.03.2020

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